Entdecke die Natur auf einzigartige Weise! - CO₂-neutral geliefert!
info@howling-nature.com
KOSTENLOSER VERSAND bei Bestellung über €70!

Orchidee

Orchidee

Orchideen (Orchidaceae) gehören mit etwa 30.000 verschiedenen Arten zu einer der größten Familien der Blütenpflanzen dieser Welt. Man findet ihre Vertreter fast überall auf dem Globus! Es liegt auf der Hand, dass sich diese außergewöhnlichen Pflanzen im Laufe der Jahrmillionen der Evolution perfekt an die natürlichen klimatischen Bedingungen ihrer Standorte angepasst haben. Wo vorübergehend lebensfeindliche Bedingungen herrschen, sei es im Winter durch Frost oder im Sommer durch große Hitze und Trockenheit, wachsen sie in der Regel im Boden.

 

Vorkommen

Die beeindruckendsten Orchideen finden sich jedoch in den tropischen Gebieten der Welt. Besonders die Entdeckung und Erforschung der amerikanischen Kontinente führte im 19. Jahrhundert in England zu einer regelrechten Orchideen-Manie. Wohlhabende Orchideensammler finanzierten aufwendige und gefährliche Expeditionen auf der Suche nach neuen, noch unentdeckten Orchideen in den tiefen Dschungeln Südamerikas. Besonders erwähnenswert sind hier die Arten der Gattung Cattleya mit ihren großen und meist angenehm duftenden Blüten, die in England besonders begehrt waren und für viel Geld versteigert wurden.

 

Im ewigen Sommer der Tropen aber wachsen sie in unendlicher Vielfalt nicht nur im Boden, sondern in der Mehrzahl hoch oben auf den Stämmen und Ästen der Bäume und sogar auf kahlen Felsen in der brennenden Sonne. Um die unvermeidlichen Notzeiten zu überstehen, sind Teile ihrer Körper als Speicherorgane ausgebildet. In diesen werden  - wie bei den Kakteen - sowohl Wasser als auch Nährstoffe gespeichert. Orchideen sind also keine Parasiten wie oft fälschlicherweise angenommen wird. Sie werden als Epiphyten bezeichnet, was soviel wie "Aufsitzer" bedeutet. Zweige dienen ihnen nur als Anknüpfungspunkt, Wasser oder Nährstoffe werden den Wirten dabei nicht entzogen. Der Grund für dieses luftige Höhenwachstum ist im Lichtmangel der tropischen Dschungelböden zu suchen.

 

Vermehrung

Orchideen produzieren zahlreiche winzige Samen, die im Gegensatz zu den Samen der meisten anderen Pflanzen kein Nährgewebe besitzen und zur Keimung auf einen Wurzelpilz angewiesen sind. Diese Symbiose von Pilz und Orchidee wird Mykorrhiza genannt. Die meisten Orchideen gehören zu den Saprophyten, also zu den Pflanzen, die ihre Nährstoffe nicht oder nur unzureichend aus der Photosynthese beziehen.

 

Für die Bestäubung greifen Orchideen in die Trickkiste. Das Rote Knabenkraut zum Beispiel wächst immer in der Nähe von Glockenblumen. Sie bietet selbst keinen Nektar an, wird aber von Bienen mitbestäubt, die zuvor die Glockenblume bestäubt haben. Ähnliches gilt für den Frauenschuh, der mit einer Kesselfalle arbeitet. Bienen werden angelockt und landen in einer Art Trichter, aus dem sie nicht so leicht wieder herauskommen. Sie müssen sich durch einen engen Ausgang zwängen, wo sie Pollen abstreifen, die an ihnen haften. Mit diesem fliegen sie dann zur nächsten Orchideenblüte, wo der Staub auf der weiblichen, klebrigen Narbe abgestreift wird.

Suchen Sie auf unserer Seite

Einkaufswagen