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Flamingos

Flamingos

Die Flamingos (Phoenicopteridae) sind die einzige Familie innerhalb der Ordnung der Phoenicopteriformes. Flamingos sind Vögel, deren besonderes Merkmal das rosafarbene Gefieder ist sowie das Verhalten, auf einem Bein zu stehen und zu schlafen. Es gibt insgesamt sechs Arten: Rosaflamingo, Kubaflamingo, Chileflamingo, Zwergflamingo, Andenflamingo und Jamesflamingo. Die Vögel wurden bereits im alten Ägypten als Hieroglyphen dargestellt sowie in steinzeitlichen Höhlenzeichnungen.

Flamingos sind sehr gesellige Tiere, die in großen Gruppen leben. Die Paare, die sich einmal gefunden haben, bleiben ein Leben lang zusammen. Rosaflamingos sind sehr stimmfreudig. Besonders im Flug lassen sie ein gänseartiges Schnattern und Trompeten hören.

Die Flamingos, die in den Tropen leben, bleiben das ganze Jahr in ihrem Gebiet. Die anderen Tiere ziehen im Winter häufig in wärmere Gebiete. Strecken von 500 km sind dabei keine Seltenheit. Ihre Flugwanderung unternehmen die Rosaflamingos nachts.

 

Steckbrief

Alle Arten von Flamingos sind einander sehr ähnlich. Sie haben lange, dünne Beine, einen langen Hals und ein rosa Federkleid. Aufrecht stehend sind Flamingos 90 bis 155 cm groß. Die Männchen sind im Durchschnitt etwas größer als die Weibchen, sonst gibt es so gut wie keine auffälligen Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Im Verhältnis zur Körpergröße sind ihre Hälse und Beine länger als bei allen anderen Vögeln. Gemessen an der Länge des Halses ist die Anzahl der Halswirbel mit 17 nicht überdurchschnittlich hoch, Schwäne z. B. haben 25. Der Kopf ist im Verhältnis zur Körpergröße sehr klein, ebenso die Füße. beim Rosa-, Chile- und Zwergflamingo zeigt die erste Zehe nach hinten und die anderen drei nach vorne (Anisodaktylus), beim Anden- und James-Flamingo fehlt die erste Zehe (Tridaktylus). Die nach vorne zeigenden Zehen sind durch Schwimmhäute verbunden.

Flamingos sind gute Schwimmer, setzen diese Fähigkeit aber nicht oft ein. Ihre langen Beine erlauben es ihnen, in größeren Tiefen zu waten. Im Flug halten sie den Hals gestreckt und schlagen schnell und regelmäßig mit den Flügeln, Gleitphasen sind selten. Sie erreichen Fluggeschwindigkeiten von 50 bis 60 km/h. Flamingos, die in Gruppen fliegen, bilden meist energiesparende V-Formationen. Sowohl vor dem Start als auch nach der Landung werden meist ein paar Laufschritte gemacht.

 

Färbung und Ernährung

Flamingos sind darauf spezialisiert winzige Krebse, die Salinenkrebse, Insektenlarven, Algen und Plfanzensamen mit dem Seihapparat ihres Schnabels aus dem Wasser zu filtern. Die Nahrung bestimmt auch die Farbe ihres Gefieders. Flamingos sind nämlich nicht von natur aus rosa. Die Färbung entsteht durch Farbstoffe, sogenannte Carotinoide, welche in den winzigen Salinenkrebsen enthalten sind. Der Flamingo-Organismus kann diese Carotinoide mit Hilfe von Enzymen in der Leber umwandeln, dabei entstehen Pigmente, vor allem Canthaxanthin, das in die Haut und in das Gefieder der erwachsenen Flamingos eingebaut wird. Jungvögel haben ein graues Gefieder ohne oder mit nur wenigen rosa Pigmenten. Auch die unnatürliche Ernährung von Zooflamingos führt dazu, dass sie ein eher weißes Gefieder haben. In Asien gibt es sogar eine kleine Flamingo-Kolonie mit grünlichen Federn.
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal der Flamingos ist ihr nach unten gerichteter Schnabel, mit dem sie - kopfüber - Plankton aus dem Wasser oder Schlamm filtern. Die Ränder des Schnabels sind mit feinen Lamellen bedeckt, die zusammen mit der Zunge einen Filterapparat bilden, der eine ähnliche Funktion wie die Barten der Wale erfüllt. 

 

Verbreitung

Obwohl Flamingos oft für Vögel tropisch-warmer Regionen gehalten werden, sind sie auch in gemäßigten und kalten Zonen zu finden, vor allem auf der Südhalbkugel der Erde. Am häufigsten sind Flamingos in Afrika und Süd- und Mittelamerika, in Asien leben sie von Anatolien bis zum Iran und Westindien. Größere Vorkommen in Europa gibt es in Spanien (z.B. Coto de Doñana), Südfrankreich (Camargue), Sardinien und Griechenland.

Der ideale Lebensraum für Flamingos sind alkalische oder salzhaltige Seen. Einige dieser Gewässer weisen hohe Gehalte an Chloriden, Natriumkarbonaten, Sulfaten oder Fluoriden auf. Kaum ein anderes Wirbeltier kann unter solchen Bedingungen existieren. Die Flamingos trinken dennoch das Wasser und ernähren sich von den wenigen Organismen, die diese Umgebung tolerieren. Nicht alle Seen, die Flamingos beherbergen, sind so extrem. Vor allem bei den großen Arten gibt es eine Korrelation zwischen dem Fehlen von Fischen und der Anwesenheit von Flamingos, da Fische direkte Nahrungskonkurrenten sind.

 

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