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Grüner Leguan

Grüner Leguan

Der Grüne Leguan (Iguana iguana) ist die größte der rund 700 bekannten Leguan-Arten. Da er hohe Anforderungen an Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Umgebung stellt, ist er nur bedingt für Terrarienanfänger geeignet. Auf jeden Fall sollte sich vorher eingehend über die artgerechte Haltung informiert werden.

Entgegen dem Namen ist Iguana iguana nicht vollkommen grün, viele Tiere sind eher gräulich-grün oder haben einen starken Einfluss von brauner Farbe. Bei männlichen Grünen Leguanen kommen auch teilweise rot-orange Färbungen, vermehrt im Bereich der Gliedmaßen, vor. Dies kann unter Umständen nahrungsabhängig sein, denn das Tier verspeist auch Blütenblätter. Der Rückenkamm der Grünen Leguane zieht sich vom Nacken bis hin zum Schwanz und ist beim Männchen im Mittel 5 Zentimeter höher als beim Weibchen. 

 

Steckbrief

Leguane sind stattliche Tiere. Dies wird noch besonders durch den großen Kopf mit der Kehlwamme und dem Rückenkamm betont, der sich vom Rücken bis zum Schwanz zieht. Eine kleine Geheimwaffe des Leguans befindet sich auf seinem Kopf. Das sogenannte „dritte Auge“. Hierbei handelt es sich in der Tat um ein richtiges Auge, mit dem der Leguan Schatten und Bewegungen erkennen kann.

Grüne Leguane erreichen in der Regel eine Kopflänge von 5 cm. Mit angesetztem Schwanz kann der Grüne Leguan eine Länge von bis zu zwei Metern erreichen, manchmal auch 2,2 Meter. Das größte bekannte Exemplar misst 2,30 Meter in der Länge und wiegt 10,5 Kilogramm und ist im Chicago Museum of Natural History ausgestellt. Die meisten Leguane dieser Art erreichen jedoch eine maximale Länge von 1,5 Metern, wobei die Männchen erheblich größer sind und viel größere „Stacheln“ an Rücken und Schwanz haben. In Gefangenschaft liegt ihre Lebenserwartung zwischen 10 und 17 Jahren, aber es gibt Berichte über Tiere, die bis zu 25 Jahre alt werden. In den frühen Jahren des Salamanders hängt viel von einer guten Ernährung ab.

 

Verhalten und Ernährung

Als tagaktives Reptil ist der Grüne Leguan primär baumbewohnend, ist allerdings auch ein guter Schwimmer. Befindet er sich auf der Flucht, lässt er sich oftmals von überhängenden Ästen ins Wasser fallen. So kann er vor der Bedrohung wegschwimmen. Die Tiere sind sehr standorttreu. Sie bevorzugen eine hohe und dichte Vegetation mit viel Feuchtigkeit sowie Sonnen- und Schattenplätzen.

Der Grüne Leguan ernährt sich ausschließlich herbivor, d. h. pflanzenfressend. Auch wenn oftmals immer noch behauptet wird, er würde sich teilweise von Insekten ernähren, haben neueste Forschungen ergeben, dass er sich in der freien Natur nur von Blättern ernährt. 

Männchen verteidigen ihre Reviere mit peitschenartigen Hieben ihres Schwanzes, der ca. 2/3 der gesamten Körperlänge misst. Sie imponieren Weibchen vor allem durch Drohverhalten, etwa das Aufblähen ihrer Kehlwamme und Kopfnicken, womit sie größer erscheinen. Die Paarungszeit findet innerhalb der Trockenzeit im Dezember und Januar statt. Während der Paarung fixieren die Männchen das Weibchen mit einem Nackenbiss. Drei bis vier Wochen später legt das Weibchen 30 bis 45 Eier in eine selbst gegrabene Erdhöhle. Der Schlupf der Jungtiere erfolgt etwa acht Wochen später. 

 

Verbreitung

Grüne Leguane leben in Mittelamerika und im nördlichen Südamerika. Einzelne Vorkommen reichen sogar bis in den äußersten Süden der vereinigten Staaten von Amerika. Allerdings ist sie für viele Gartenbesitzer und die Natur in Florida, wo die Art als eingeschleppt gilt, auch eine Plage. Vor allem auf einzelnen Inseln in Florida (den sog. Keys) gibt es Exemplare von deutlich über 2 Metern Länge, was wohl am Mangel natürlicher Feinde liegt. Auf den Karibischen Inseln lebt hingegen der Grüne Inselleguan (Iguana delicatissima), eine nah verwandte Art. 

Der bevorzugte Lebensraum des Grünen Leguanes sind Tieflandwälder in der Nähe größerer Gewässer. Grüne Leguane sind ausgesprochene Flachlandbewohner und überschreiten fast nie die Höhengrenze von 1000 Metern über Normalnull. 

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